Nützlinge

Wildbienen
Viele Obstbäume würden ohne die kältetoleranten Wildbienen keine Früchte tragen. Im Gegensatz zu den wärmebedürftigeren Honigbienen gehen sie schon ab 10°C auf Nektarsuche. Wildbienen leben einzeln und bilden keine Staaten, weshalb sie sich in Niströhren wie hohle Pflanzenstängel oder angebohrte Hölzer sehr wohl fühlen.

Florfliege
Florfliegenlarven, auch Blattlauslöwen genannt, sind nützliche Räuber in unseren Gärten, die mit Vorliebe Blattläuse, Blutläuse, Spinnmilben und andere Schädlinge verzehren. Eine Larve verspeist im Laufe ihrer Entwicklung bis zu 500 Blattläuse! Ihre Eier befestigen sie aus Sicherheitsgründen an langen Stielen. Florfliegenkasten werden am besten mit Stroh gefüllt.

Ohrwurm
Der Ohrwurm ist einer der verkannten Nützlinge. Die vorwiegend nachtaktiven Ohrwürmer bevorzugen tierische Nahrung wie Blatt- und Blutläuse, Spinnmilben sowie andere kleine Insekten. Lockere Streuschichten aus Laub oder ein Ohrwurmtopf (Tontopf gefüllt mit Holzwolle) fördern diesen Helfer.

Marienkäfer
Sie sind das lebendige Glückssymbol.  Die meisten Marienkäferarten und deren Larven leben räuberisch und werden daher schon seit Langem bei der Schädlingsbekämpfung im Gartenbau mit Erfolg eingesetzt. Marienkäfer verstecken sich gerne unter Laub.

Schlupfwespe
Die Schlupfwespen sind bedeutende Nützlinge. Die Liste ihrer Wirte ist lang. Dazu zählen verschiedenste Schadinsekten wie Schmetterlingsraupen z. B. Apfelwickler, Kohlmotte oder Prozessionsspinner, Fliegen-, Blattwespen- und Käferlarven sowie Blattläuse. Grasbüschel, Bodenstreu, Holzstücke oder Moos werden von weiblichen Tieren gerne als Überwinterungsmöglichkeiten genutzt.

Laufkäfer
Viele Laufkäfer freuen sich über ein Nahrungsangebot, das von Blattläusen, Kartoffelkäfern und Raupen bis hin zu Nacktschnecken reicht. Das Fressvolumen kann bis zum dreifachen des Körpergewichtes betragen. Gut mit Laubstreu versorgte Stellen, geschützte Steinhaufen, aber auch Asthaufen, gemischt mit Laub, verlocken den Laufkäfer zum Bleiben.